Unternehmensfotografie für Werkstätten, Handwerk und technische Unternehmen
Manchmal beginnt eine Geschichte nicht mit einem Menschen.
Sondern mit einer Form.
Mit Carbon, das unter den Händen plötzlich seine Richtung verändert. Mit einer Schleifrolle, die sich so schnell dreht, dass aus einer rauen Kante langsam eine saubere Linie wird. Mit Staub, der für einen kurzen Moment im Licht steht. Mit einem Gelenk, das auf dem Arbeitstisch liegt und zunächst beinahe unscheinbar wirkt – bis man genauer hinsieht.
Für diese Unternehmensreportage durfte ich einen Bereich fotografieren, in dem Handwerk, Technik und medizinische Anwendung unmittelbar aufeinandertreffen: die Herstellung und Bearbeitung von Komponenten für Prothesen.
Chempress erweitert sein Tätigkeitsfeld um Orthopädietechnik und Servicefertigung und beschäftigt sich dabei nicht nur mit der Herstellung, sondern auch mit der Vermittlung von Wissen und technischen Verfahren. Die Bilder sollten deshalb mehr können als einen Produktionsprozess dokumentieren. Sie werden für Website, Schulungsmaterialien, Flyer, Präsentationen und Vorträge eingesetzt und müssen Technik verständlich machen, ohne sie auf reine Sachlichkeit zu reduzieren.
Was man auf den ersten Blick oft nicht sieht
Bei technischen Produkten sehen wir meistens das Ergebnis.
Eine fertige Prothese. Ein Gelenk. Ein Bauteil.
Was wir nicht sehen, sind die vielen Entscheidungen davor.
Wo Material abgetragen werden muss. Wo es verstärkt wird. Wie eine Oberfläche bearbeitet wird. Welche Form einer Bewegung folgen muss. Wie Bauteile miteinander verbunden werden. Welche Materialien gleichzeitig leicht, stabil und belastbar sein müssen.
In der Prothetik können dafür unter anderem Carbonfasern und andere Faserverbundwerkstoffe eingesetzt werden. Sie ermöglichen leichte und zugleich hochfeste Konstruktionen und werden beispielsweise bei der Herstellung von Prothesenschäften verwendet.
Und plötzlich wird aus etwas, das von außen sehr technisch erscheint, wieder Handwerk.
Eine Hand führt das Werkstück an die Schleifmaschine.
Eine Linie wird aufgezeichnet.
Material wird geschnitten, angepasst, laminiert und weiterbearbeitet.
Immer wieder wird geprüft.
Nicht spektakulär.
Aber präzise.
Genau dort beginnt für mich Unternehmensfotografie
Mich interessiert nicht nur, was ein Unternehmen herstellt.
Mich interessiert, was dafür nötig ist.
Die Erfahrung in den Händen. Die Konzentration. Die Werkzeuge. Die Materialien. Die Maschinen. Und all die kleinen Arbeitsschritte, die innerhalb eines Unternehmens selbstverständlich geworden sind und von außen kaum jemand kennt.
Gerade kleine Werkstätten und spezialisierte Unternehmen besitzen oft ein enormes Wissen.
Nur sieht man davon auf ihren Websites erstaunlich wenig.
Da stehen Maschinen in Hallen, Produkte vor weißem Hintergrund und irgendwo ein Gruppenfoto der Mitarbeiter:innen.
Aber was fehlt, ist häufig genau das, was dieses Unternehmen besonders macht:
Wie dort gearbeitet wird.
Technik darf auch ästhetisch sein
Bei diesem Projekt entstand deshalb neben der klassischen Unternehmensreportage noch eine zweite Bildsprache.
Einzelne Gelenke, Schrauben und technische Komponenten habe ich aus ihrem gewohnten Zusammenhang herausgenommen und fast wie kleine Skulpturen fotografiert.
Schwarzer Hintergrund.
Metall.
Licht.
Reflexion.
Plötzlich wird aus einem technischen Bauteil eine Form.
Aus einer Schraube wird eine Linie.
Aus einem Gelenk eine kleine mechanische Figur.
Das war bewusst so gedacht.
Denn wenn Unternehmen technische Produkte, Materialien oder komplexe Verfahren erklären müssen, bedeutet das nicht automatisch, dass die Bilder nüchtern aussehen müssen.
Sachinformation und Ästhetik schließen sich nicht aus.
Im Gegenteil.
Ein ungewöhnliches Bild kann dafür sorgen, dass Menschen überhaupt erst genauer hinsehen.
Eine Bildwelt für mehr als eine Website
Gerade bei spezialisierten Unternehmen reicht es deshalb selten, einfach zehn „schöne Unternehmensfotos“ zu produzieren.
Eine durchdachte Unternehmensreportage sollte unterschiedliche Aufgaben erfüllen.
Sie braucht Bilder, die einen Betrieb als Ganzes zeigen. Menschen bei der Arbeit. Detailaufnahmen von Prozessen und Materialien. Bilder, die technische Abläufe verständlich machen. Und manchmal auch Motive, die bewusst freier gedacht sind und auf einer Präsentation, einem Messestand oder einer Broschüre Aufmerksamkeit erzeugen.
So entsteht keine Sammlung einzelner Fotos.
Es entsteht eine Bildsprache für ein Unternehmen.
Eine Bildwelt, aus der Website, Social Media, Präsentationen, Schulungsunterlagen, Recruiting, Pressearbeit oder Printmaterialien immer wieder schöpfen können.
Die interessantesten Bilder liegen oft dort, wo niemand mehr hinsieht
Vielleicht ist das der Teil meiner Arbeit, den ich besonders liebe.
Wenn ich in einen Betrieb komme, weiß ich am Anfang noch nicht genau, welches Bild ich dort finden werde.
Und das möchte ich auch gar nicht.
Ich beobachte.
Ich sehe mir an, wie Menschen sich bewegen. Welche Werkzeuge immer wieder benutzt werden. Welche Materialien interessant reagieren. Wo Licht auf eine Oberfläche trifft. Welche Handgriffe so selbstverständlich geworden sind, dass niemand im Unternehmen mehr darüber nachdenkt.
Und häufig liegen genau dort die stärksten Bilder.
Nicht in dem, was für die Kamera vorbereitet wurde.
Sondern mitten in der Arbeit.
Denn ein Unternehmen muss für gute Bilder nicht interessanter gemacht werden.
Man muss nur genau genug hinsehen.
Für Werkstätten, Manufakturen und Unternehmen, die etwas können, das nicht jeder kann
Ob technische Werkstatt, Handwerksbetrieb, Produktion, Manufaktur, Medizintechnik oder spezialisiertes mittelständisches Unternehmen:
Wenn hinter eurem Produkt Wissen, Erfahrung und echte Arbeit stecken, gibt es etwas zu erzählen.
Ich fotografiere nicht nur das Ergebnis.
Ich möchte sichtbar machen, wie es entsteht und wer dahintersteht.
Wenn ihr euch eure eigene Arbeit einmal mit anderen Augen ansehen möchtet, erzählt mir von eurem Unternehmen.
was, das später ganz selbstverständlich und leicht aussieht.
Welches Projekt möchtest du sichtbar machen?
Erzähl mir, wer du bist, woran du arbeitest und welche Bilder dir noch fehlen. In einem unverbindlichen Gespräch finden wir heraus, welche Art von Shooting und welche Bildwelt zu dir oder deinem Unternehmen passen.
„Und ja: Du darfst vor der Kamera nervös sein. Ich bin es insgeheim auch jedes Mal ein bisschen vor Vorfreude. Wir lachen das einfach weg.“ Solche kleinen, ungesagten Wahrheiten nehmen die Angst vor dem „Fotografiert-Werden“ komplett heraus.
Kontakt:
hello.beatekellmann@icloud.com
Telefon:
0176 984 60 800
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