Draußen Schnee. Drinnen Ruhe.

Eine fotografische Reportage über Hannahs Arbeit zwischen Kosmetik, Massage und konzentrierter Zuwendung

Hannah bietet kosmetische Behandlungen und Massagen in einer hellen, ruhigen Atmosphäre, in Herrsching am Ammersee an. Meine fotografische Reportage zeigt nicht nur ihre Räume und Anwendungen, sondern vor allem die Aufmerksamkeit und Sorgfalt, mit der sie ihre Klient:innen begleitet.

Porträt von Hannah, die lächelnd hinter einem weißen Vorhang in ihrem hellen Kosmetik- und Massagestudio steht.
Heller, freundlich eingerichteter Behandlungsraum mit weißer Liege, weichen Vorhängen und einem ruhigen Wartebereich.
Hannah bereitet die Behandlungsliege vor und breitet ein weißes Tuch über einer Kundin aus.
Detailaufnahmen sorgfältig angeordneter Kosmetikprodukte, Pinsel und kleiner Werkzeuge für die Gesichtsbehandlung.
Hannah führt konzentriert eine kosmetische Gesichtsbehandlung durch und trägt mit weichen Pinseln eine Pflege auf.
Eine Kundin entspannt mit Gesichtsmaske auf der Liege, während Hannah aufmerksam und konzentriert arbeitet.
Schwarz-Weiß-Aufnahmen einer ruhigen Gesichtsbehandlung mit Tuch und Pinseln auf der entspannten Haut der Kundin.
Hannah massiert das Bein einer auf der Behandlungsliege liegenden Person mit konzentrierten, gezielten Handgriffen.
Hannah führt eine Rückenmassage durch und arbeitet mit beiden Händen konzentriert am Körper ihres Klienten.
Nahes Porträt von Hannah mit offenem Lächeln vor dem hellen Hintergrund ihres Kosmetik- und Massagestudios.

Wie sich Aufmerksamkeit anfühlt

An diesem Morgen fuhr ich weniger durch den Winter, als dass ich mich vorsichtig durch ihn hindurchschob.

Die Straßen waren verschneit, mein Auto rutschte bei jeder Bewegung ein wenig zur Seite, und ich fragte mich mehr als einmal, ob ich tatsächlich dort ankommen würde, wo ich hinwollte.

Als ich schließlich Hannahs Räume betrat, blieb der Winter draußen.

Hinter den weißen Vorhängen lag eine helle, ruhige Welt. Weiche Farben, sorgfältig vorbereitete Behandlungsliegen, kleine Schalen, Pinsel, Tücher und Produkte. Nichts wirkte überladen. Alles hatte seinen Platz.

Und mittendrin Hannah.

Hannah verbindet kosmetische Behandlungen mit Massagen. Doch was ihre Arbeit besonders macht, lässt sich nicht allein über ihre Leistungen erklären. Es zeigt sich darin, wie sie arbeitet.

In der Aufmerksamkeit, mit der sie sich einem Gesicht nähert. In der Konzentration ihres Blicks. In der Art, wie ihre Hände über den Kopf, die Schultern oder den Rücken gleiten. Sie arbeitet ruhig und sehr präsent, ohne dass ihre Bewegungen zögerlich werden.

Bei ihr wirkt nichts beiläufig.

Auch die kleinen Handgriffe nicht.

Bevor eine Behandlung beginnt, wird die Liege vorbereitet, werden Tücher geglättet, Pinsel und Produkte bereitgelegt. Dann richtet sich ihre gesamte Aufmerksamkeit auf den Menschen vor ihr.

Genau diese Qualität wollte ich fotografieren.

Nicht nur eine helle Praxis. Nicht nur eine kosmetische Anwendung oder eine Massage. Ich wollte sichtbar machen, weshalb man sich bei Hannah so schnell aufgehoben fühlt.

Für die Kamera lag die Herausforderung darin, Ruhe nicht mit Stillstand zu verwechseln. Denn in ihrer Arbeit geschieht sehr viel – nur eben leise.

Ihre Hände prüfen, halten, streichen, massieren. Ihr Blick folgt den Reaktionen des Körpers. Mal arbeitet sie mit sanftem Druck, mal mit einer kraftvolleren Bewegung. Immer wieder verändert sie ihre Haltung und passt sich dem Menschen auf der Liege an.

Die Bilder zeigen deshalb viele kleine Momente.

Eine Hand, die den Kopf stützt. Pinsel, die behutsam über die Haut geführt werden. Einen konzentrierten Blick. Den kurzen Augenblick, bevor ein frisches Tuch das Gesicht berührt. Und dazwischen immer wieder Hannah selbst: warm, offen und ganz selbstverständlich in ihrem Element.

Besonders wichtig war mir auch der Raum.

Denn Hannahs Arbeit beginnt nicht erst mit der ersten Berührung. Sie beginnt bereits mit dem Gefühl, das entsteht, wenn man ankommt. Mit den hellen Vorhängen, den ruhigen Farben und einer Atmosphäre, in der niemand etwas leisten oder darstellen muss.

Man darf sich hinlegen.

Man darf die Augen schließen.

Und man darf die Verantwortung für einen Moment abgeben.

Diese Bildserie erzählt daher nicht nur von Kosmetik und Massage. Sie erzählt von einer Form der Aufmerksamkeit, die selten laut wird und gerade deshalb so viel bewirken kann.

Denn manchmal zeigt sich Professionalität nicht darin, wie viel jemand tut – sondern darin, wie sicher man sich währenddessen aufgehoben fühlt.

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„Und ja: Du darfst vor der Kamera nervös sein. Ich bin es insgeheim auch jedes Mal ein bisschen vor Vorfreude. Wir lachen das einfach weg.“ Solche kleinen, ungesagten Wahrheiten nehmen die Angst vor dem „Fotografiert-Werden“ komplett heraus.

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